Tuesday, October 10, 2006

Kathmandu

Bereits am Abend hatten wir beschlossen, das Frühstück nicht im Hotel zu nehmen, sondern dort, wo wir zu Abend gegessen haben. Anschliessend starten wir alle gemeinsam um das Gebiet rund um den Durbar Square zu erkunden, für mich zum Teil eine Wiederholung der Tour vom Sonntag, aber heute war sie auch längst nicht so detailiert und intensiv wie zuvor mit meinem auf der Strasse getroffenen guide... Ein paar Tage später wissen wir, dass wir mit Kedar einen exzellenten guide in den Bergen haben, als Stadtführer hat er sich, wie selbstverständlich, freiwillig angeboten. Wir sehen unter anderem das Kumari-ghar, das Haus einer "lebendigen Göttin", ein junges Mädchen verbringt hier ihr Leben. Zu einer jährlichen Zeremonie, der Bestätigung des Königs, wird sie besonders herausgeputzt und darf den "Käfig" mal verlassen. Ansonsten wird sie innerhalb des Gebäudes behütet und mit allem versorgt, bis sie dann nach Eintritt der Geschlechtsreife das Haus verlassen muss um von einer "neuen Göttin" abgelöst zu werden. Nicht weit davon entfernt ist auch ein Tempelgebäude zu besichtigen, das nach einer Legende aus einem einzigen Baum gefertigt wurde, Kasthamandap. Das Bauwerk in seinem Ursprung stammt aus dem 12. Jahrhundert, nach ihm wurde Kathmandu benannt... "Das Holzhaus"
Anschliessend führt uns unsere kleine Tour nach ........ auch bekannt als Monkey-Tempel, unzählige, süsse Affen haben hier ihr Zuhause. Der Tempel ist etwas ausserhalb auf einer Anhöhe gelegen und beeindruckt vor allem durch seinen Facettenreichtum. Hier verstehe ich nun auch endlich die Herkunft des "etwas gebetsmühlenartig wiederholen".


Im Anschluss an den Abstieg vom Hügel wird die gesamte Gruppe von Kedar zu sich nach Hause eingeladen. Wir lernen seine Frau und seine beiden kleine Kinder kennen und bekommen sogar noch eine frisch gekochte nepalesiche Suppe zur Stärkung. Mit dem Taxi fahren wir zurück ins International Guest House, ein wenig Mittagsruhe ist jetzt offensichtlich allen willkommen. Gegen 16 Uhr hat Kedar ein kurzes Briefing angesetzt, dies um sicher zu stellen, dass morgen nichts in den Rucksäcken fehlt und auch keiner unnötige Sachen mitschleppt.
Auf unseren Wunsch gehen wir nach dem Packen der Rucksäcke am Abend in ein Original Nepali Restaurant, hier treffen wir in der Tat nur Einheimische. Unser erstes echtes Dhaal Bat ! (Die Schreibweise ist sehr variabel, wie ich auf vielen Menüs feststellen konnte...) Sehr lecker ! Da es morgen um 6 Uhr aus den Betten geht, beschliessen wir den Tag heute etwas eher.

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