Thursday, October 26, 2006

Bangkok - Frankfurt

Thai schafft es tatsächlich, mich nach dem Frühstück abholen zu lassen.
Die neue Lounge am Airport ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Der Flug zieht sich auch dieses Mal in die Länge, aber ich fliege mit der Sonne, das macht es etwas angenehmer.
Die Landung ist für ca. 18 Uhr geplant, wenigstens hatte ich genügend Zeit, dieses kleine Tagebuch über eine phantastische Reise zu Ende zu schreiben. Trotz all der kleinen Strapazen: Nepal, ich komme wieder ! Vielleicht etwas trainierter ;-)

Wednesday, October 25, 2006

Bangkok

Heute lasse ich es mal ganz ruhig angehen. Nach einem späten "Frühstück" und einem Mittagsschläfchen raffe ich mich nochmal auf, um meine Erinnerungen aufzupolieren. Ich nehme wieder das public boat am Fluss und fahre zum Grand Palace. Ein Thai spricht mich an, es stellt sich heraus, dass er Lehrer ist und gerade Mittagspause hat. Von ihm erfahre ich, dass irgendein Feiertag sei und der Palast erst ab 15 Uhr geöffnet habe. Also lasse ich mir von ihm noch zwei Tempel empfehlen, auch den Fahrpreis für die Fahrt dorthin mit dem Tuk Tuk handelt er gleich aus. Sehr nett ! Also banne ich noch den einen oder anderen Buddha - mal im Hoch- und mal im Querformat - aufs Zelluloid. Zurück am Palast kommen die Erinnerungen wieder.
Es ist noch alles wie vor 10 Jahren, vielleicht wurde auch hier und da etwas restauriert. Jedenfalls immer noch sehr eindrucksvoll!
Zurück im Hotel gibts es dann noch mein persönliches Abschiedsessen. Nach einem drink an der offenen Bar (64. Stock) muss ich dieses Mal mit einem Platz in der Kuppel vorlieb nehmen, draussen ist bis zum Wochenende alles ausgebucht :-( Sehr gute italienische Küche und der Service ist erstklassig.

Tuesday, October 24, 2006

Kathmandu - Bangkok

Da mein Flieger etwas eher geht, ist das Abschied nehmen zuerst für mich bestimmt...

Kurz nach dem Frühstück gibt es noch das letzte gemeinsame Foto und dann geht es in Richtung Tribhuvan International Airport. Das Hotel gab uns den Tip wegen des letzten Tages des Festivals in Kathmandu (Lichter & Schwesternfest) etwas eher loszufahren, was sich allerdings als völlig unnötig erwies. Am airport gähnende Leere, nichts von dem Gewimmel wie vor 16 Tagen. Ein Erlebnis der besonderen Art: Die Sicherheitskontrolle. Jedes Stück des Handgepäcks wird komplett auseinander genommen, keine Flüssigkeiten gehen mit an Bord und wie ich jetzt weiss, auch keine Wäscheleinen ! :-) Mit einer Stunde Verspätung geht es dann los nach Bangkok. Als ich lande, ist es schon dunkel. Nach der Übernachtung im Lebua auf der Hinreise hatte ich mich entschlossen, hier auch die letzten zwei Nächte zu verbringen. Angekommen im Hotel nehme ich erstmal ein heisses Bad, daraufhin komme ich nicht mehr so richtig in die Gänge und bleibe auf dem Zimmer. Gegessen hatte ich die letzten 2 Tage ja genug ;-)

Monday, October 23, 2006

Kathmandu

Es geht dem Ende der Reise entgegen... Deshalb können wir auch mal ausschlafen. Obwohl ich inzwischen trotzdem regelmässig um 6 Uhr wach bin. Ausser Reiner und mir wollen heute alle nach Bhaktapur, etwas ausserhalb von Kathmandu gelegen und ebenfalls ein ehemaliger Königssitz. Reiner und ich beschliessen zusammen mit Kedar einen Halbtagesausflug zu machen und schauen uns die Bouddha Stupa an, die grösste Stupa in Ost Asien.
Direkt danach fahren wir zum Tempelgebiet Pashupatinath, dieses ist direkt auf beiden Seiten eines Flusses gelegen, an welchem auch die Verbrennungszeremonien der Verstorbenen abgehalten werden.

Wie immer ist uns Kedar mit Detailwissen um alle Bräuche und Abläufe zu Diensten !
Am Nachmittag ist "shopping" angesagt. Zusammen mit Reiner und Kedar besorgen wir mitten im Getümmel von Kathmandu noch ein paar Kleinigkeiten für zu Hause. Am Abend treffen wir uns nochmal alle zusammen zum Abschiedsessen. Die Stimmung ist mittlerweilse schon etwas gedrückt, alle haben realisiert, dass sich das Nepal Abenteuer dem Ende zu neigt...

Sunday, October 22, 2006

Dhunche - Kathmandu

Heute ist wieder Bus Tag. Wie schon bei der Hinfahrt erläutert, lässt sich eine solche Fahrt mit Worten nicht wirklich beschreiben. Man muss es einfach selber ein- bzw. zweimal erlebt haben. Dann reicht es allerdings auch ;-) Heute haben wir keine Panne, es muss
auch keine Feder und kein Reifen gewechselt werden.
Dafür fängt es irgendwann an zu hageln. Die Fahrzeit beträgt diesmal auch nur 8 Stunden und wir sind gegen 16 Uhr 30 wieder im Hotel in Kathmandu. Wir beschliessen den Abend im Everest Steak House, einem richtigen Touri-Schuppen... Jeder hat Lust auf ein Stück Fleisch, also was soll es...

Saturday, October 21, 2006

Laurebina - Dhunche

Auf gehts in die vorerst letzte Trekking Runde... Einen Tag nur nach unten. Wir schauen nach draussen und es ist alles verschneit. Zum Glück haben wir ja Mütze, Schal und Handschuhe dabei. Alles was wir anziehen, müssen wir ja nicht schleppen. ;-) Wir steigen ab und sehen schon die "Schneegrenze". 200 bis 300 m unter uns hat es offensichtlich nur geregnet. In einer Stunde sind wir an der Stupa und es bietet sich nochmal ein traumhaftes Bergpanorama.
Nach einer weiteren Stunde erreichen wir Shin Gompa, kurz die Sachen umpacken und weiter gehts die letzten 1200 Höhenmeter nach Dhunche runter. Da es Sebastian immer noch nicht wesentlich besser geht, beschliesst Kedar einen Träger für sein Gepäck zu ordern, da er mich wieder humpeln sieht, soll der Träger auch noch meinen Rucksack nehmen. Sei es drum... Reiner und Sebastian laufen beim Abstieg durch ein schönes Waldstück wieder voraus und nehmen offensichtlich einen anderen Weg, als den ursprünglich geplanten. Kedar vermutet recht schnell, dass wir sie verloren haben und fragt jeden den wir treffen, ob man unsere 2 Freunde gesehen hätte. Leider Fehlanzeige.

Je näher wir nach Dhunche kommen, um so mehr Gedanken macht sich Kedar, ob er wohl nochmal den anderen Weg zurück gehen muss, um die beiden zu suchen... Um 13:58 ist für mich der trek zu Ende. Wir sind in Dhunche im gleichen Hotel wieder angekommen, von wo aus wir vor 10 Tagen gestartet sind. Sebastian und Reiner sind zum Glück auch da, sie haben für die letzten Kilometer auf einen vorbeifahrenden Jeep zurückgegriffen.
Sie hatten sich tatsächlich vertan und ohne den Jeep hätte noch ein "schöner" letzter Aufstieg nach Dhunche auf sie gewartet. Auch der Rest der Gruppe ist von Thulo Syaphru angekommen. So hat nun alles geklappt und wir geniessen den letzten halben Tag in den Bergen. Ich schaffe es sogar eine Telefonmöglichkeit zu finden, echt lustig das Telefonstübchen... Wie vor langer, langer Zeit !

Friday, October 20, 2006

Shin Gompa - Gosainkund - Laurebina

In Anbetracht der Höhenmeter die wir heute wieder mal vor uns haben, stehen wir etwas früher auf und nehmen das Frühstück gegen 6:30 . Um 7 Uhr verlassen wir die Lodge, Sebastian kommt mit, obwohl es immer noch nicht besser ist. Bei mir ist alles beim alten, links schmerzt es beim abwärts laufen, rechts wird sichder grosse Zehnagel irgendwann verabschieden.
Bis zur Lodge in der wir heute übernachten wollen, sind es "nur" 700 Höhenmeter. Dort lassen wir unser Gepäck zurück und machen uns nur mit dem nötigsten bewaffnet auf die letzte Höhenetappe.

Leider kann ich nicht mehr sagen, woher der Ehrgeiz kam, unbedingt nach Gosainkund zu wollen. Einige Trekker die wir trafen waren restlos begeistert, so hatte jeder von uns verbliebenen 3 wohl ein ähnliches Panorama erwartet wie in Kyanjin Gompa. Als wir den Pass auf 4165 m überqueren und der See in Sichtweite kommt, steht jedem von uns etwas Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Ein Gebirgssee, zwar von den Hindus als heiliger See verehrt, kann uns leider nicht vom Hocker reissen. Schade eigentlich...Wir essen kurz etwas zu Mittag und machen uns direkt auf den Rückweg. Nachdem wir bisher wirkliches Glück mit dem Wetter hatten, fängt es nun an zu Graupeln.

Wir laufen zügig weiter runter, die 480 Höhenmeter schaffen wir inzwischen in kürzester Zeit. Kaum sind wir in der Hütte, fängt es richtig an zu schneien und wir an zu frieren. Auch der Ofen schafft es nur mühsam, uns ausreichend Wärme zu spenden. Noch früher als sonst versuchen wir uns im schlafen gehen. Nur ein Franzose der sich - auch am Ofen sitzend - fröhlich einen joint dreht und reinzieht, kann noch kurzfristig die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Alle haben das Gefühl, heute Nacht würde es extrem kalt werden und die teilweise neu gekauften Schlafsäcke sollten ihre Bewährungsprobe haben. Am nächsten Morgen kommen wir fast einstimmig zur Einschätzung, dass die Schlafsäcke versagt hätten... Es war wirklich kalt auf 3900 m.

Thursday, October 19, 2006

Thulo Syaphru - Shin Gompa

Heute geht es etwas drunter und drüber... Jessica und Stephan haben sich bereits entschieden eine Auszeit zu nehmen, da Jessica schon auf der ersten Tour von der Höhenkrankheit gequält wurde. Sebastian geht es etwas besser und er beschliesst mitzugehen. Dafür muss Judith im letzten Moment auch verzichten, da sie in der Nacht Magen- und Darmprobleme bekommen hat. Bei mir gewinnt der Ehrgeiz über die Vernunft und so gehen wir mit Reiner und Kedar zu viert los. Wie versprochen geht es die ersten 3 Stunden nur bergauf, deshalb hatte ich auch die Hoffnung, es würde gut gehen mit dem linken Fuss. Nach 1000 Höhenmetern erreichen wir unseren Lunch Platz und erholen uns etwas, bevor wir gegen 12 Uhr die zweite Etappe in Angriff nehmen. Ab jetzt geht es gemächlich bergauf, wir können ab und zu mal durchatmen... Eine Stunde nach unserer Lunch Pause sind wir auf 3250 m in Shin Gompa angekommen.
Ein kleiner Ort, mit nur wenigen Häusern, allerdings hat man hier stark vom Tourismus profitieren können. Unsere Lodge ist vermutlich mit die schönste, die wir bisher hatten.

Wir schauen uns am Nachmittag noch ein weiteres buddhistisches Kloster an und testen die dritte Yak Käserei auf dieser Tour. Leider wird es mit Sebastians Magen nicht wirklich besser, er kann fast nichts essen und geht früh schlafen. Zwei trekking Tage bleiben uns noch, ich erwarte, dass diese zumindest für mich die härtesten werden. Möglicherweise kann Sebastian morgen nicht mit, dann wären nur noch Reiner und ich übrig... We will see.

Wednesday, October 18, 2006

Changtang - Thulo Syaphru

Ich wache auf und im Ruhezustand sind tatsächlich keine Schmerzen zu spüren. Also abreisefertig gemacht und ein kräftiges Frühstück genommen. Bereits nach den ersten Metern werden meine Hoffnungen zerstört, die Schmerzen sind sofort wieder da... Allerdings habe ich mir mit der Voltaren Salbe noch einen neuen Verband gemacht und auch schon die erste Pille eingeworfen. Langsam kommen mir zum ersten Mal die Gedanken, wie lange ich wohl zu Hause so humpeln müsste, bevor ich zum Arzt "fahren" würde... Aber es gibt keine Alternative. Wir sind in den Bergen, es gibt Yaks, wenig Menschen und schon gar keinen Arzt. Also weiterlaufen.

Während dieses Tages entwickle ich eine neue Technik beim Laufen. Ich stelle fest, dass die Schmerzen nur abwärts und beim Laufen in der Ebene auftreten. Geht es bergauf, kann ich mich fast normal bewegen. Wenn es abwärts geht, stelle ich den linken Fuss quer, abwechselnd nach aussen oder innen. Sieht etwas dämlich aus, wie meine Mitreisenden feststellen, aber es hilft... Vor der Mittagspause (Bamboo Lodge) habe ich meinen neuen Rhythmus gefunden, ich setze mich einfach mal frech an die Spitze der Gruppe. :-) Trotzdem möchte ich von nun an nur noch ankommen, ich habe immer noch die Geschichte von Kedar im Kopf, als er eine Neuseeländerin tragen musste, als diese sich den Fuss verletzt hatte. Das wäre nun das Letzte, was mir noch gefehlt hätte.... Ich starte sowohl nach der Mittagspause als auch nach dem letzten "Coke" Stop vor den anderen, um etwas Zeit rauszuholen. Ich kann es fast nicht glauben, aber ich scheine mich tatsächlich mit meiner neuen Art des Gehens arrangiert zu haben. Entweder wird es tatsächlich besser oder es sind die Tabletten, die ich immer mal einwerfe.
Vom letzten Zwischenstop geht es nochmal komplett runter an den Fluss, damit wir nach der Überquerung der Hängebrücke wieder nach oben dürfen. :-( Ich schaffe es tatsächlich als erster an der Lodge anzukommen.

Wir werden schon erwartet. Bereits als ich als versprengter Vortrupp in die Nähe des Ortes komme, versuchen alle Lodgebesitzer oder Betreiber mich in deren Unterkünfte zu lotsen, aber wir sind schon avisiert in der Lodge wo wir vor knapp einer Woche schon Quartier genommen hatten. Beim Duschen stelle ich einen schönen, blauen Nagel am grossen Zeh des rechten Fusses fest. Offensichtlich hat dazu allein die Kraftverlagerung auf das rechte Bein beim Laufen gereicht. Mittlerweile geht es auch Sebastian nicht so gut, er hat Probleme mit dem Magen. Bis heute Abend steht noch nicht fest, wer morgen mit auf die zweite Höhenetappe nach Gosainkund gehen wird. Ich werde mich morgen nach dem "Frühsport" entscheiden...

Tuesday, October 17, 2006

Kyanjin Gompa - Changtang

Der Plan war heute die Rücktour zu starten, die ersten zwei Tage zunächst bergab. Wir tun dies auch... Leider hatte ich am Montagabend - von der Toilette kommend - einen kleinen Zwischenfall, der mir den Rückweg etwas verleiden sollte. Ohne äussere Einwirkung und ohne einen falschen Schritt zu tun, spüre ich plötzlich einen starken Schmerz im linken Schienbein. Dieser Schmerz bleibt. Wir versuchen es über die Nacht noch mit einer Salbe, aber das wird nichts. Ich beginne zu ahnen, was auf mich zukommt. Jeder Schritt wird zur Qual. Wir haben ca. 20 km und in etwa 1000 Höhenmeter nach unten vor uns. :-( Ab und zu werfe ich eine Ibuprofen ein, aber auch dies nützt nicht wirklich viel. So humpele ich mehr oder weniger talwärts, den Rucksack immer noch auf dem Rücken.

In Langtang machen wir einen kurzen Stop bei einem stummen Mädchen, für das Maikel Dai eine Patenschaft übernommen hat. Wir werden, wie immer und überall, sehr freundlich empfangen und man kocht sogar einen Tee für uns. Ein zweiter kurzer Halt gibt uns die Möglichkeit, die Mittagspause etwas vorzuziehen, wir kehren in einer kleinen "europäischen" Bäckerei ein. Jeder bekommt ein frisches Brötchen mit Yak Käse, das Ganze nochmal aufgebacken.
Das spart uns erheblich Zeit, die wir dringend gebrauchen können. Vorbei am Stützpunkt des Nationalparks, wo wir auschecken müssen, erreichen wir wieder das Dschungelgebiet mit der entsprechenden Vegetation. Ich quäle mich weiter bergab, komme aber nicht mehr richtig schnell voran. Kedar läuft die ganze Zeit hinter mir, falls doch noch etwas passieren sollte. Gegen 16 Uhr, also nach fast 8 Stunden Laufzeit, erreichen wir das Lama Hotel.

Für die Strecke bergauf waren wir 1,5 Tage unterwegs. Ich bin ziemlich am Ende nach der ganzen Humpelei, direkt nach dem Essen und ein paar Runden Mau-Mau gehe ich um 21 Uhr ins Bett. Zum Glück findet Reiner noch etwas Voltaren Salbe und die anderen ein paar Päckchen entsprechender Tabletten. So mache ich mir noch einen neuen Verband und hoffe auf ein Wunder am nächsten Morgen. Es ist fast unglaublich, aber ich schlafe bis 5 Uhr durch...

Monday, October 16, 2006

Tsergo Ri (Cherko Ri)

Heute geht es besonders früh raus... Wir stehen um 5:30 (!) auf und starten nach einem Teller Nudelsuppe in Rictung Cherko Ri (Berg inmitten von Bergen). Die Tour ist als "Halbtagesausflug" geplant. Da es sich nach dem Mittag immer sehr schnell zuzieht, gehen wir lieber etwas früher los. Die Sonne ist noch nicht vollständig hinter den Bergen hervorgekommen, aber die Kulisse ist bereits um diese Zeit atemberaubend schön. Wir nehmen zunächst eine Abkürzung, dies wird mir allerdings erst auf dem Rückweg klar. Der Weg mag zwar etwas kürzer gewesen sein, aber der dadurch steile Aufstieg querfeldein kostet richtig Kraft. Noch dazu müssen wir zur Überquerung des Flusses mit einigen Steinen eine Behelfsbrücke bauen. Es dauert zwar etwas, aber wir kommen trockenen Fusses rüber. Inzwischen haben wir nun wirklich das Niveau erreicht, auf dem es Probleme mit der Höhenkrankheit geben kann. Nachdem Jessica bereits gestern ausgefallen ist, habe ich nun bei ca. 4600 m auch das Gefühl, die ersten Kopfschmerzen zu bekommen. Ausserdem atme ich immer kürzer. Gerne wäre ich bis zum Gipfel mit aufgestiegen, aber ich ziehe beim letzten "Vorgipfel" die Reissleine und klinke mich aus der kleinen, verbliebenen Gruppe aus.

Dadurch habe ich nun ausreichend Zeit, das "fast" 360 Grad Panorama zu geniessen. Auch eine Stunde Höhenschlaf gönne ich mir und werde irgendwann von einem belgischen Wanderer, der mit seinen guides meinen Schlafplatz zum Rastplatz macht, geweckt. Ist ja genügend Platz da. :-) Ich mache mich langsam alleine zum Abstieg bereit, in Höhe der Steinhäuser warte ich noch eine Weile, aber es kommt keiner vom Berg runter. Gegen 12 Uhr beschliesse ich dann alleine abzusteigen. Der Weg ist wesentlich einfacher als unser querfeldein Aufstieg. Ich muss immer wieder stehen bleiben, da ich mich gar nicht satt sehen kann... In nur 50 Minuten bin ich von den Steinhäusern in unserer Lodge angekommen.

Wir machen uns schon Gedanken, da die anderen auch kurz vor 2 noch nicht wieder aufgetaucht sind. Stephan und ich gehen also noch mal los... Zum Glück ist alles in Ordnung, ca. 500 m hinter dem Ort kommen uns alle wohlbehalten entgegen.


Gegen Abend versucht sich noch der eine oder andere beim Melken. :-)
Ab morgen gehts schon auf die Rücktour, zunächst zwei Tage lang nur bergab...

Sunday, October 15, 2006

Langtang - Kyanjing Gompa

Auch wenn Sonntag ist, um 6 Uhr gehts raus ! Als ich noch in meiner Nachtkluft draussen am Wasserhahn stehe um mir Gesicht und Hände zu waschen, kommt eine junge Nepalesin vorbei und fragt ob ich nicht frieren würde. Es war halt noch ziemlich früh, aber das war mir in dieser traumhaften Umgebung in diesem Moment gar nicht so bewusst. Heute gibts endlich mal den Tibetean Tea für Kedar und mich :-) Unsere Ami Freunde verlassen die Lodge und auch uns gegen 7 Uhr mit dem Kommentar: "Heute Nacht werden wir nicht wieder die Lodge wählen, in der ihr seid....." Wir brechen pünktlich gegen 8 Uhr auf, heute haben wir nur eine Halbtagestour, da Sonntag ist dürfen wir uns am Nachmittag mal ausruhen. Nachdem wir die 3500 m Grenze überschritten haben, tauchen plötzlich jede Menge Yaks auf.
Ganz, ganz friedlich nutzen sie teilweise auch unseren Weg. Auch Pferde sehen wir zur Genüge. Inzwischen sind wir fast ringsum von schneebedeckten Gipfeln umgeben.
Angekommen in Kyanjing Gompa sind wir nun auf ca. 3700 m. Am Nachmittag schauen wir uns die Yak Käserei an, echt interessant, so machte man wohl vor langer, langer Zeit auch bei uns noch Käse. Heute vermutlich wohl nur noch in den wenigsten Orten...
Anschliessend gehen wir noch in das Kloster, ein einziger Raum mit den üblichen Buddha Devotionalien. Allerdings sind die Wandmalereien ziemlich beeindruckend, sind wohl in etwa 500-600 Jahre alt.
Dieser "freie" Nachmittag tat allen sichtlich gut, jeder hat auch etwas Farbe bekommen, die Sonne hat den ganzen Tag gebrannt. Jessica hat am Abend etwas Fieber bekommen, vermutlich Symptome der Höhenkrankheit. Wir haben noch die Hoffnung, dass es bis morgen besser wird, schliesslich wollen wir den Cherko Ri erklettern. Am Nachmittag kommen die Wolken wieder bis auf unsere Höhe runter, in diesem Moment kühlt es extrem ab. Wir sind gespannt was es heute Abend zu essen geben wird, wir haben Kedar ein Huhn in die Küche schleppen sehen...

Saturday, October 14, 2006

Changtang (Lama Hotel) - Langtang

"Heute habe ich mich selbst besiegt ! Und ich habe NICHT verloren !" Aber der Reihe nach...Ich hatte am Vorabend noch entschieden, auf den Porter (vorerst) zu verzichten. Zwei aus der Gruppe ordern jeweils einen für die kommenden zwei Tage. Mein Vorschlag, das Frühstück bereits am Abend zu bestellen, damit wir morgens eine Stunde eher loskommen wurde positiv aufgenommen. So steht heute um 07:00 alles fertig auf dem Tisch und wir sind tatsächlich bereits um 08:10 auf dem Weg weiter nach oben... Ich habe beschlossen, das Frühstück nunmehr etwas kräftiger ausfallen zu lassen, bereits heute macht es sich bezahlt. Der Vollständigkeit halber, Kedar nimmt wieder meinen Schlafsack, sowie die Sandalen und Mokkasins noch dazu. In Abhängigkeit davon, ob die Wasserflaschen voll oder leer sind, habe ich inzwischen "nur" noch 8 oder 9,5 kg gefühltes Gewicht auf dem Rücken.
Die erste Etappe lässt sich gut an, ich habe das Gefühl, die 2 Tage warmlaufen haben etwas gebracht... Endlich kann ich auch die Landschaft um mich herum anfangen zu geniessen. Nach ca. 1 Stunde stehen wir vor unserer ersten 7.000 er Kulisse. In einem super Licht erhebt sich der Langtang Lirung majestätisch vor uns. Einfach sensationell ! Wir laufen weiter und ich habe das Gefühl, mein Körper hätte sich in einem Tag verwandelt. ;-) Ich habe zwar freiwillig die "rote Laterne" übernommen, aber mehr als 10-20 min musste heute niemand warten. Zum Mittag merkte ich, dass es gut war etwas mehr zu frühstücken, ich hatte nämlich bereits wieder Hunger...
Wir passieren einen Kontrollpunkt des Parks und auch die Landschaft hat weiterhin einiges an Abwechslung zu bieten. Schon von weitem können wir die Siedlung von Langtang sehen, auch wenn es noch einige Zeit dauert, bis wir gegen 15 Uhr schliesslich ankommen. Ich habe es geschafft ! Unter Abzug von 1,5 Stunden für Pausen finde ich 5,5 Stunden für 12-14 km und 1000 zu überwindende Höhenmeter ganz angemessen. Wenn es heute funktioniert hat, sollte es auch den Rest des Treks ohne Porter klappen... Danke an Kedar nochmal !
Nachtrag zu diesem Tag nach Schliessung des Tagebuches: Wir haben auch zwei US-Amerikaner in der Lodge. Unser Abendessen gibte es besonders früh, gegen halb sieben. Nach dem Essen gönnen wir uns noch ein paar Runden Mau-Mau, im übrigen nach einer speziellen Spielart von Sebastian, das war total witzig... Es ist gegen halb acht (!) Der eine Ami kommt in den Raum, wo der Ofen steht und in dem sich neben dem Essen auch der Rest des Lebens abspielt, und fragt ob wir nicht etwas leiser sein könnten ? Sein Freund wolle (müsse) schlafen. Wir versprechen etwas leiser zu spielen und auch den Geräuschpegel zu senken. Plötzlich fällt der Strom aus, wir spielen bei Kerzenlicht weiter. Ziemlich genau um 21 Uhr erscheint unser "Freund" erneut und will die Lodge wechseln, weil die bösen Deutschen gar nicht schlafen gehen wollen und immer noch zu laut Karten spielen. Kedar empfiehlt dann die Runde zu beenden. Ich kann mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass dies wohl tatsächlich besser sei, bevor hier noch ein Flugzeugträger auftaucht und Präsident Bush Nuklearwaffen zünden lässt ;-)

Friday, October 13, 2006

Thulo Syaphru - Changtang (Lama Hotel)

Nach dem Aufwachen erwartet uns schon ein traumhaftes Bergblick Panorama ! Mit dem Frühstück dauert es immer etwas länger, trotz 6 Uhr aufstehen und 7 Uhr beim Frühstück sein, kommen wir wieder erst gegen 9 Uhr los. Zuerst geht es komplett runter an den Fluss, den wir über eine Hängebrücke überqueren. Von jetzt an müssen wir wieder bergauf, bis wir zur Mittagspause die Bamboo Lodge erreichen.

Da das Essen immer individuell für uns zubereitet wird (und jeder etwas anderes bestellt...) dauert es auch mittags etwas länger. Aber wir sind ja nicht auf der Flucht ;-) Anschliessend führt uns unser Weg erneut runter an den Fluss, auch die Hängebrücke wiederholt sich. Nun beginnt ein permanenter Aufstieg, fast keine Möglichkeit mal kurzzeitig Durchzuschnaufen. Jessica wird irgendwann schwindlig. Stephan und Kedar teilen ihr Gepäck untereinander auf und wir laufen weiter. Nach 1,5 Tagen habe ich bei Kedar noch nicht einen einzigen Schweisstropfen entdeckt, wir sind regelmässig nass wie gebadet. An diesem Morgen musste ich übrigens meinen Widerstand, etwas von meinen Sachen abzugeben, aufgeben... Als ich Kedar den geliehenen Regenschutz für den Rucksack zurückgebe, nimmt er mir meinen Schlafsack ab mit der Bemerkung, sein Rucksack sei eh halb leer. So kommt mein zu tragendes Gewicht von vermutlich 12,5 kg runter auf 10kg.
Auf dem nun folgenden Anstieg reisst die Gruppe mehr und mehr auseinander. Ich muss immer häufiger Pausen machen. Judith und Sebastian warten jede halbe Stunde auf uns, die nicht ganz so flott sind. Plötzlich habe ich das Gefühl, dass mich die letzten Kräfte verlassen. Ich schleppe mich noch zum Platz, wo die anderen warten. Völlig erschöpft schiessen mir unvermittelt die Tränen ins Gesicht :-( Keine Ahnung, hatte ich noch nie, aber nach 5 Minuten geht es wieder. Die ersten Stimmen werden laut, ob ab morgen nicht vielleicht doch ein Porter genommen werden soll. Ich vertage meine Entscheidung noch, so schnell will ich doch nicht "aufgeben". Aus der Not heraus gibt es noch einen kurzen, letzten Stop vor dem Erreichen der Tagesetappe. Ich halte meinen Kopf komplett unter kaltes Wasser, zusätzlich ziehe ich mir eine Coke rein. Vermutlich weil ich letzteres zu Hause praktisch nie tue, fühle ich mich tatsächlich gestärkt. Für die Reststrecke hatte ich nochmal 1 bis 1,5 Stunden eingerechnet, nach 15 Minuten sind wir schon am Lama Hotel angekommen, schöne Überraschung :-)

Die heisse Dusche hilft uns schnell über die Strapazen des Tages hinweg. Auch "Waschtag" ist wieder möglich. Wenn wir uns heute kein Bier verdient haben, wann dann ??? Es wird wieder zügig dunkel, wir sitzen gemütlich in unserer Lodge und wählen zum Abendessen mal wieder Dhaal Bat. Wir sind gespannt auf den nächsten Tag, 1000 Höhenmeter warten erneut auf uns...

Thursday, October 12, 2006

Dhunche - Thulo Syaphru

Heute wird es ernst... Wir stehen gegen 6 Uhr auf. Das Frühstück hätte gut an den vergangenen Tagen gepasst, gerade heute hätte es ruhig etwas deftiger ausfallen dürfen als einen Croissant und ein halbes Brötchen mit Marmelade. Aber das sollte mir erst etwas später an diesem Tag klar werden. Die Strecke ist mit 14 km nicht extrem lang, aber die ersten 800 Höhenmeter warten schon auf uns. Vor allem haben wir nicht mit den unendlich vielen Natursteinstufen gerechnet. Sie machen uns den Aufstieg nicht gerade leichter... Stephan: "Verdammte Stufen !" Reiner und ich: "Wir mögen die Stufen. Sobald sie hinter uns liegen !" ;-) Für mich kommt recht schnell die Zeit der ersten kurzen Stops und Trinkpausen. Ich muss mal wieder feststellen, dass ich mich erst einlaufen muss... Hoffentlich klappt es auch dieses Mal ;-) Die erste kurze Rast machen wir in Thulo Bharkhu. Man könnte meinen, wir seien erwartet worden. Auch zur Mittagspause in Brabal hat man kurzfristig mal den Gedanken, man hätte in einem Ausflugslokal vorgebucht...
Es wird liebevoll am offenen Feuer für uns gekocht, 7 unterschiedliche Essen, alles kommt trotzdem fast zur gleichen Zeit. Alles in einer kleinen Hütte mit 2 Zimmern, Kinder laufen herum oder schlafen einfach auf dem Fussboden neben der Kochstelle. Der Ort besteht aus nicht mehr als 3 Häusern, ein kleiner Junge zieht mit der Maoisten Fahne an uns vorüber.
Leider fängt es nun an zu regnen, wir probieren also unsere dafür mitgebrachte Bekleidung mal aus. Während der Mittagspause lernen wir ein russisches Pärchen aus Israel kennen. Die beiden haben einen Porter dabei, während die Dame nun mit Regenschirm weiter wanderte. :-) Das letzte Teilstück des Tages ist ganz gut zu schaffen.

Wir kommen an in einer Lodge, die einen sensationellen Ausblick auf die Berge bietet, insbesondere am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang. Die Dusche ist heiss, wir können unsere Sachen kurz durchwaschen und ein kaltes Bier wartet auch auf uns. Der Lodgebesitzer erzählt uns, dass die Einigung der Regierung mit den Maoisten wohl kurz bevorstünde... Zum wievielten Male ??? (Anmerkung: Kurz nach unserer Heimreise wird der Waffenstillstand erneut um 3 Monate verlängert.) Vor dem Abendessen komme ich nach langer, langer Zeit mal wieder dazu, ein paar Skatrunden spielen zu können.

Wednesday, October 11, 2006

Kathmandu - Dhunche

Prinzipiell könnte dieser Tag mit wenigen Sätzen beschrieben werden. Ab 06:30 gibt es Frühstück, um 07:30 fahren wir mit einem local bus in Richtung Dhunche. Eine ganz normale Busfahrt halt ;-) So könnte man meinen, jedoch weit gefehlt…Wir waren für die ca. 85 km ganze 10,5 Stunden unterwegs, eine Erlebnisreise der besonderen Art ! Als erstes der Bus. Er ist nach wenigen Haltestellen gerammelt voll. Wir sitzen mittendrin im Getümmel und werden von allen begutachtet. Der Lärmpegel steigt von km zu km, Helfer und Kassierer springen von aussen permanent auf und ab und geben dem Fahrer durch Klopfzeichen an die Karosserie Anweisungen und Signale. Noch sind die Strassenverhältnisse einigermassen gut, wir denken wir würden recht zügig vorankommen. Weit gefehlt… Zur Mittagspause gibt’s die erste (offensichtlich planmässige) Raddemontage mit anschliessender Ersetzung des Reifens. Neue Reifen hatten wir ja in Kathmandu mit verladen.
1 Nepali arbeitet, 1 gibt Anweisungen und ca. 12 andere stehen drum rum und schauen zu. Ab jetzt wird die Strasse schlechter :-( Noch schlechter… Es ist nur noch eine Schotterpiste und die Steine die hier rumliegen werden regelmässig grösser. Inzwischen haben wir die zweite Panne, irgendetwas an der Feder stimmt nicht. Aber auch dieses Problem wird „fachmännisch“ innerhalb von 30 Min. gelöst.

Die Fahrt geht weiter, die Piste wird schlechter und wir kommen immer höher. Die Täler die sich ca. 20-30 ZENTIMTER neben den linken Reifen auftun werden gleichzeitig immer tiefer. Einige aus der Gruppe bekommen inzwischen “Fracksausen“. Nun wird auch noch Futter verladen, Reis in Säcken, andere Dinge in Kisten , zu guter letzt ein paar Hühner in Käfigen. Die eine Hälfte der Passagiere und auch des Gepäcks befindet sich inzwischen auf dem Dach. Zwischendurch werden wir noch von den Maoisten angehalten und um jeweils 1000 Rupien „tourist tax“ erleichtert. Nicht unerwähnt bleiben darf auch der aktuelle Hit aus den Nepal charts. Ich glaube, dieser wurde vom Fahrer über ein Endlosband, mit wachsender Begeisterung der Fahrgäste, regelmässig dargeboten. 6 km vor dem Ziel wechseln wir noch den Bus, da unserer wegen eines Erdrutsches nicht mehr weiter kommt.
Wir wandern also schon mal 2-3 km zum Training. Zuvor hatte ich noch längere Zeit eine Frau neben mir sitzen, die u.a. eine nicht ganz fest verschlossenen Flasche mit Petroleum in den Händen hielt und damit für eine zusätzliche Erweiterung der Geruchspalette im Bus sorgte. ;-) Um 18 Uhr sind wir in Dhunche. Wie gesagt, wir sind nur Bus gefahren.:-)))
Das Abendessen ist wieder sehr lecker, die Zimmer sind wie versprochen sauber, aber sehr einfach und zweckmässig.

Tuesday, October 10, 2006

Kathmandu

Bereits am Abend hatten wir beschlossen, das Frühstück nicht im Hotel zu nehmen, sondern dort, wo wir zu Abend gegessen haben. Anschliessend starten wir alle gemeinsam um das Gebiet rund um den Durbar Square zu erkunden, für mich zum Teil eine Wiederholung der Tour vom Sonntag, aber heute war sie auch längst nicht so detailiert und intensiv wie zuvor mit meinem auf der Strasse getroffenen guide... Ein paar Tage später wissen wir, dass wir mit Kedar einen exzellenten guide in den Bergen haben, als Stadtführer hat er sich, wie selbstverständlich, freiwillig angeboten. Wir sehen unter anderem das Kumari-ghar, das Haus einer "lebendigen Göttin", ein junges Mädchen verbringt hier ihr Leben. Zu einer jährlichen Zeremonie, der Bestätigung des Königs, wird sie besonders herausgeputzt und darf den "Käfig" mal verlassen. Ansonsten wird sie innerhalb des Gebäudes behütet und mit allem versorgt, bis sie dann nach Eintritt der Geschlechtsreife das Haus verlassen muss um von einer "neuen Göttin" abgelöst zu werden. Nicht weit davon entfernt ist auch ein Tempelgebäude zu besichtigen, das nach einer Legende aus einem einzigen Baum gefertigt wurde, Kasthamandap. Das Bauwerk in seinem Ursprung stammt aus dem 12. Jahrhundert, nach ihm wurde Kathmandu benannt... "Das Holzhaus"
Anschliessend führt uns unsere kleine Tour nach ........ auch bekannt als Monkey-Tempel, unzählige, süsse Affen haben hier ihr Zuhause. Der Tempel ist etwas ausserhalb auf einer Anhöhe gelegen und beeindruckt vor allem durch seinen Facettenreichtum. Hier verstehe ich nun auch endlich die Herkunft des "etwas gebetsmühlenartig wiederholen".


Im Anschluss an den Abstieg vom Hügel wird die gesamte Gruppe von Kedar zu sich nach Hause eingeladen. Wir lernen seine Frau und seine beiden kleine Kinder kennen und bekommen sogar noch eine frisch gekochte nepalesiche Suppe zur Stärkung. Mit dem Taxi fahren wir zurück ins International Guest House, ein wenig Mittagsruhe ist jetzt offensichtlich allen willkommen. Gegen 16 Uhr hat Kedar ein kurzes Briefing angesetzt, dies um sicher zu stellen, dass morgen nichts in den Rucksäcken fehlt und auch keiner unnötige Sachen mitschleppt.
Auf unseren Wunsch gehen wir nach dem Packen der Rucksäcke am Abend in ein Original Nepali Restaurant, hier treffen wir in der Tat nur Einheimische. Unser erstes echtes Dhaal Bat ! (Die Schreibweise ist sehr variabel, wie ich auf vielen Menüs feststellen konnte...) Sehr lecker ! Da es morgen um 6 Uhr aus den Betten geht, beschliessen wir den Tag heute etwas eher.

Monday, October 09, 2006

Kathmandu

Heute kommt der Rest der Gruppe an...Ich treffe sie gegen 9 Uhr in der Lobby des Hotels, alle etwas übermüdet !!! Kurz danach taucht auch Kedar auf, einer der Freunde von Kurt und für den bevorstehenden trek unser guide. Auch er ist, wie alle Nepali die ich treffe, sehr entspannt und freundlich. Obwohl er noch Gäste vom letzten trek hat, begleitet er mich am Nachmittag zu einem Park, voll mit Fontänen, anderen Wasseranlagen und in letzteren liegenden Buddha Statuen.
Später erfahre ich, dass Touristen so gut wie nie den Weg hier her finden würden und der Park praktisch nur von den locals genutzt wird. Kedar ist uns auch bei den letzten Einkäufen behilflich, in der pharmacy holen wir uns alle noch u.a. das Mittel gegen die Giardia... Für den Fall der Fälle ;-)
Am Nachmittag gehe ich noch etwas alleine auf Tour und versuche ein paar besondere Motive für meine Fotos zu finden. Gegen 19 Uhr treffen wir uns alle zum gemeinsamen Begrüssungsessen, auch dies hatte Kurt schon alles organisiert. Nach einem Absacker im Hotel gehts ab in die Betten.

Sunday, October 08, 2006

Bangkok - Kathmandu

Nach einem schnellen Frühstück gehts zum Airport, das Taxi ist auch bezahlbar. Da Sonntag ist, sind wir bereits nach einer halben Stunde dort. Erneut Weiterflug mit Thai, alles bestens, gegen 12:30 Uhr Ortszeit lande ich endlich in Kathmandu. Die Prozedur mit dem Visa kostet etwas Zeit aber dann gehts direkt in "Abenteuer". Meine ersten Scheine, zum Glück nur kleine, bin ich schon los als ich im Auto sitze, das mich zum Hotel bringen soll. Nicht nur der Träger meines einen Gepäckstücks fordert mit Nachdruck seinen "Tip", sondern auch seine 3 Gefährten, die uns einfach mal so zum Auto nachgelaufen sind... Ich bin also schon mal eingestimmt und ahne, dass ich vermutlich etwas "härter" werden muss in den kommenden Tagen, auch wenn man vom Gefühl her jedesmal etwas geben würde. Das erste Abenteuer ist die Fahrt zum International Guest House...

Die Strassen verstopft, ein einziges Hupkonzert, fliegende Händler und alles was eine Stadt braucht oder auch nicht, mischt sich mitten im Strassenverkehr. Im Hotel angekommen, fühlt man sich sofort wie in einer Oase, die Zimmer sind recht einfach aber alles ist sauber und gepflegt.

Der Stil des Hauses, die vielen Holzschnitzarbeiten und der wunderschön angelegte Garten verzaubern sofort. Nach dem Beziehen meines Zimmers starte ich meine ersten Erkundungen in Thamel, etwas orientierungslos laufe ich zum einen durch die Strassen und zum anderen Gefahr von all den Händlern um die ersten und letzten Rupien gebracht zu werden ;-) Plötzlich werde ich erneut angesprochen. Erst gesellt sich ein Nepali an meine Seite, kurz daruf ein zweiter. Es stellt sich heraus, dass beide Studenten sind und derzeit Ferien haben.Sie begleiten mich, nein sie führen mich den Rest des Tages durch die Stadt, erläutern mir die wichtigsten Unterschiede der vielen Götter, Tempel und Statuen. Einer der beiden spricht neben Englisch sogar etwas Deutsch. Natürlich erwarteten sie am Abend ihren "Lohn", aber so etwas offenes und freundliches ist mir noch nicht passiert ! Zwischendurch lade ich beide noch zu einem Snack und einen Drink ein, sie waren sichtlich erfreut und wir hatten Gelegenheit auch ein paar persönliche Gedanken auszutauschen. Hari, einer der beiden, liefert mich sogar noch per Taxi im Hotel ab, bevor er mit einem öffentlichen Bus nach Hause fährt.

Saturday, October 07, 2006

Bangkok

Es geht super weiter. Der Tag scheint perfekt zu werden. Die Limo bringt mich ins Hotel, hier muss ich mich etwas in Geduld üben, das Zimmer ist noch nicht fertig. Kein Problem, im Hotel ist ein Starbucks. Empfehlung des Hotels kam aus der "Departure", ganz neu, mit Bar und Restaurant auf dem Dach.
Zwei Tempel muss ich mir heute noch geben, Wat Arun und den gegenüber mit dem schlafenden Buddha. Naja, Wiedersehen macht Freude, den kannte ich ja vom letzten Besuch vor zehn Jahren schon, aber er ist immer noch genauso beeindruckend.

Plötzlich steigt der Wasserpegel des Flusses extrem an, gibts sonst nur zwei Mal im Monat, aber kaum bin ich auf der anderen Seite stehen die Strassen und Gassen unter Wasser...
Ich laufe einfach mal weiter und lande im Strassen - Blumenmarkt, einfach riesig.... zwischendurch lasse ich mir noch schnell meine Frisur auf Vordermann bringen, das Einzige was ich zu Hause nicht mehr geschafft habe. Solange wie hier hat es noch nie gedauert, aber so kurz waren sie auch noch nicht ;-) Jetzt gehts per Tuk Tuk ins Hotel. Einfach durch die überfluteten Strassen durch.
Am Abend noch ein Ausflug zum Nacht Basar, ein riesiges Gelände zum Shoppen und auch Essen und Trinken. Bei näherem Hinsehen ein Oktoberfest mitten in Bangkok, alle deutschen Biermarken inklusive. Die Krönung ist dann mein "kleines" Dinner auf dem Dach des Hotels. Von der Aussicht ganz zu schweigen... Einfach genial :-) Ich erwäge bereits meine Rückreisepläne zu ändern und nochmals hier "abzusteigen" ...

Friday, October 06, 2006

Frankfurt - Bangkok

Alles fängt gut an... Rechtzeitig am Airport und der Check-in passt auch. Am Gate die erste Überraschung... "Ist der Rucksack nicht etwas gross als Handgepäck ?" Nein das passt schon .... "Darf ich Sie bitten, dies trotzdem nochmal bei den Kollegen prüfen zu lassen ?" Ich glaube das Gepäckfach ist gross genug..... "Oh, Sie sitzen auf 1K, das hatte ich nicht gesehen, Entschuldigung. Sie sind aber auch nicht so gekleidet, als ob Sie dort gebucht hätten ..." Macht ja nichts. Flug ist super, wir starten zwar etwas später, sind aber trotzdem pünktlich um 13 Uhr Ortszeit in Bangkok, seit einer Woche wird auf dem neuen Airport geladet...